Stadt ohne Licht

Die Schatten der Vergangenheit -  Band 5

 

 


 

 

Zur Geschichte:

Geduldig erzählt Marie weiter von tiefen Geheimnissen, die sich in der vorliegenden Fortsetzung zeigen. Vor allem schildert sie jene von Maurice, die er um alles auf dieser Welt zu verbergen sucht! Doch in seinem Mühen läuft er stets Gefahr, entdeckt zu werden, genauso wie auch der Täter. Die Nachricht über den Tod von Nanine de Bellfor lässt neue Charaden aufleben. Vor allem die Intrigen gegen Simon werden immer grösser, gefährlicher und tödlicher, sein Leben bleibt in grosser Gefahr. Selbst Stefan und sein neuer Mitarbeiter Valentino kommen dem Mörder nur schwerlich auf die Spur. Maurice erkennt als Einziger die Wahrheit und entschliesst sich, selbst nach dem Bösen zu suchen, was ihn in eine fatale Lage bringt. LA'HASAR© scheint der Schlüssel allen Übels zu sein. Auch dann, als nach Nanine de Belfors Tod weitere Attentate auf Simon verübt werden, welche ganz deutlich die Handschrift der Toten tragen, stehen alle vor tiefen und scheinbar unlösbaren Rätseln. Die Geschehnisse nehmen eine unerwartete Wende, und der Ausgang der Story bleibt im Dunkeln.

Zum Buch:

Das Buch setzt, wie zu erwarten, die Handlungen der Charaktere aus den bereits erschienen Bänden fort. Viele Figuren verschwinden, und neue kommen hinzu, die sich im Haus der Leons bewegen, und ihr Schicksal noch nicht kennen. Eine spannungsgeladene Fortsetzung zeigt dieser fünfte Band. Wo viele Autoren oft zu schwächeln beginnen, weil alles Pulver schon zu Beginn verschossen wurde, legt die Geschichte jetzt erst richtig los. Jedes Kapitel kann mit etwas Besonderem aufwarten: eine düstere Atmosphäre, ein spannungsgeladenes Szenario sowie kleine Überraschungen, mit denen niemand rechnet. ›Stadt ohne Licht‹ bleibt auch in der Weiterführung packend, fesselnd und gespickt mit zahllosen Fassungslosigkeiten. Heikle Themen, Tiefgründigkeit und eine Vielzahl von Wahrheiten sollen den Leser ereilen. Das Ende kann nur erahnt werden, denn es wird auch in diesem Band nicht verraten.

Fazit:

›Stadt ohne Licht‹ bleibt auch hier ein echter Lin. Wer dachte, das Böse aus den ersten Teilen sei gnädiger, irrt gewaltig! Das Buch ist sehr realitätsnah, mit vielen Bezügen zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. So kommt einem beim Lesen fast die Galle hoch, wenn man feststellen muss, dass sich auf dieser Welt in all den Jahrzehnten nichts geändert hat und wir uns allesamt noch genauso verhalten wie einst. Vielleicht erkennt der Leser zwischen den Zeilen, dass ›wir die Welt sind‹ und es an uns ist, den Horizont zu öffnen, damit diese zerbrechliche Welt nicht zerstört wird und wir mit ihr. So gesehen bleibt auch der fünfte Band von ›Stadt ohne Licht‹ menschlich sehr nahe, überaus spannend, und ist sicher ein guter Grund, in diese vielschichtige Story einzutauchen.

                                           Danach wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

 

 

 

 

Tauchen sie in die Welt, der Leidenschaft, der Gefühle und der wahren Liebe!
Kommen sie hinter das Geheimnis!

Danach wird nichts mehr so sein, wie es einmal war!

 

Zur Geschichte:
Zu diesem Buch

Nach Abschluss des vierten Bandes von ›Stadt ohne Licht‹ stellte ich mir diesmal die Frage: Welches Ende nahm die dramatische Verfolgungsjagd zwischen Maurice und dem Bösen? Wie geht die Geschichte weiter, und kann der Autor die bisher aufgebaute Spannung auch im vorliegenden Buch aufrechterhalten? Zweifellos ist dies der Fall, denn der Autor knüpft schon auf den allerersten Seiten der Fortsetzung nahtlos an das bisher Geschehene an.

Marie, das französische Kindermädchen, schildert den Kindern auch diesmal die tragischen Ereignisse rund um die Familie Leon. Besonderes Augenmerk richtet sie dabei auf Maurice mit seiner traurigen Geschichte. So erfährt der Leser nicht nur den Grund seiner Rückkehr zu Simon, seiner grossen und doch hoffnungslosen Liebe, den er um nichts mehr allein lassen will. Maurices spielt aber auch eine entscheidende Rolle während der Ermittlungen im Leon-Fall. Er misstraut Cassandra Wilder und zweifelt an ihrer Ehrlichkeit gegenüber Simon. Hier gelingt es dem Autoren vortrefflich, die Leser in Spannung zu halten, denn er schildert in dramatischer Weise, wie der engagierte Privatdetektiv entführt wird und plötzlich von der Bildfläche verschwindet.

Indessen ist Simon völlig der schönen Cassandra verfallen und bemerkt nicht, dass sie ein falsches Spiel mit ihm treibt. Dabei wird die Schönheit selbst vom Bösen erpresst, bedroht und geschlagen. Während Simon sich in seiner hoffnungslosen Liebe dem Hero-Projekt widmet und einem gewaltigen Irrtum erliegt, versucht Cassandra mehrere Male, ihm die Wahrheit zu beichten. Aber die Liebe zu ihm ist nicht stark genug, und so gelingt es ihr nicht, dem Liebsten gegenüber offen zu sein. Marc Lin als Autor treibt die Spannung auf die Spitze, indem er Cassandra verschwinden lässt und Simon allein mit seiner unerfüllten Liebe und einer Ohnmacht nahe zurücklässt. Jedoch dem Bösen in Menschengestalt gelingt einmal mehr die Flucht. Ein wahrhaft bühnenreifes Finale, ein echter Thriller!

Wiederholt ist es dem Autoren Marc Lin gelungen, in vortrefflicher Weise den Leser in pure Aufregung zu versetzen. Ja, und aufs Neue bleiben viele Fragen, die eine Antwort zwingend erfordern. Wo sind die beiden vermissten Jungen? Was ergeben die weiteren Ermittlungen von Stefan und Valentino, die inzwischen von Nanine de Bellfors Tod erfuhren und doch ihr Interesse auf das Waldhaus am Krähenberg lenken? Wer verbirgt sich hinter dieser dunklen Gestalt, die weiterhin ihr Unwesen treibt, und wann wird das Böse endlich gefasst?

 Ja, all dies wird den Leser auch in Zukunft beschäftigen, während ihn der Autor mit seinen Figuren lieben, leiden, mitfiebern und bittere Tränen vergiessen lässt. Wobei noch ein neuer interessanter Aspekt grosse Aufmerksamkeit verdient: Dies ist die zweifelhafte Rolle der Medien innerhalb der Gesellschaft. Gerade jener gelingt es in zunehmendem Masse, die Öffentlichkeit zu manipulieren und die allgemeine Sensationsgier auf die Spitze zu treiben. Die Auswirkungen auf die Psyche der Opfer sind oftmals verheerend, was hier besonders bei Maurice zum Ausdruck kommt. 

Abschliessend sei bemerkt, und dies mit Sicherheit – der Autor Marc Lin wird auch im nächsten Band von ›Stadt ohne Licht‹ für neue spannende und unvorhersehbare Momente sorgen. Augenblicke, die einem den Atem rauben und die man nie vergisst. Selbst wenn die Dramatik des Geschehens unaufhaltsam ihrem Höhepunkt entgegenstrebt, dem Zauber der Leons vermag sich keiner zu entziehen. Nicht vergessen: Als Bettlektüre für erholsame Nächte ist dieser Lesestoff nicht geeignet, und gerade das soll auch in Zukunft so bleiben!

 

Gabriele Günther

Lektorin

 

    linX.21 verlag